Reichenau – Bärenpfad – Feichtaberg – Mittagstein

Von Reichenau über einen Abkürzer zum Kaisersteig und weiter aufsteigen bis zu einer querführenden Forststraße. Auf dieser kurz nach links wo in einer Rechtskurve zwei Forststraßen  abzweigen, der linken steil bis zu einem Hochsitz folgen, dann noch steiler über eine Wiese bis zu einer oberhalb sperrenden Felswand, kurz nach links durchs Gebüsch bis man vor den ersten roten Punkte vom Bärenpfad steht. Ab hier immer den spärlichen gesetzten roten Punkten steil aufwärts folgen. Die Wegtrasse ist wenig bis nicht ausgeprägt und querführende Gamsfährten leiten ins felsige Nirgendwo. Der Steig orientiert sich grob an den NNW Rücken und hat auch ein paar felsige Abschnitte zu bieten. Auf etwa 1100hm wird ein sperrender Felsriegel in einem weiten rechtsbogen umgangen, hier machen sich sowohl Steigspuren als auch rote Punkte extra rar.
Auf der Hochfläche wird der Steig dann schnell deutlicher und führt durch schönen, lichten Wald zum Feichtaberg (schön gesprochen Feuchterberg) und bald danach zum Steig Richtung Mittagsstein. 
Runter gings über den Steig Richtung Hirschwang und ab 800m über den querführenden und überraschend schönen Jägersteig Richtung Osten.
 
 

Schottwien – Krennthalerwand – Kl. Otter – Mittelotter, 25.12.2017

Nachweihnachtlicher Verdauungsspaziergang. Von Schottwien gings auf markierten Steigen zur Stix-Aussicht und knapp vorm Himmelreich auf ein mit Ritzzeichen in Bäumen markiertes Steigerl. Nach einer querenden Forststraße unterhalb der Krennthalerwand verschwindet der Steig kurz, am Kamm bildet sich dann aber bald wieder eine dünne Wegspur aus. Von der Schranzkapelle über den markierten Wanderweg in Richtung Kummerbauerstadel und am höchsten Punkt der ansteigenden Querung links zum Einstieg des Otter Westgrats. Viele rote Punkte führen in stellenweise netter Ier-Kletterei bis knapp unterm Gipfel, meist gehts aber nur steil über Waldschrofen aufwärts. Vom Kleinen Otter bin ich dann einen schönen Waldsteig zum Mitterotter gewandert bevors in einer Linksschleife wieder auf den Kleinen Otter ging. Retour gings über den steilen Nordkamm des Kleinen Otters der ebenfalls mit Farbklecksen markiert ist. 

 

Lunzer See – Hetzkogel – Luckenbrunn – Klause, 27.9.2017

Nach der vormittäglichen Canyoningtour war noch genug Energie für diese Runde vorhanden. Auf diesen Steig aufmerksam wurde ich dank eines Eintrags im Gipfeltreffen-Forum.

Wenn man den Beginn des Steiges nahe einer Geröllhalde am Ende einer Forststrasse gefunden hat ist die Orientierung nicht mehr allzu schwierig. Oberhalb der Wand dann auch gleich zweimal auf vorher nur gehörte Hirsche gestoßen. Den Abzweiger in Richtung Jagdhütte Gamseck bzw. Gipfel habe ich nicht gefunden und bin stattdessen über einen immer deutlicher werdenden Steig durch urigen Wald zur Jagdhütte Luckenbrunn ausgequert. 
Danach gings über Forststraßen und einen kurzen Abkürzer über den Reitsteig retour zum Parkplatz. 

Gippelrunde, 31.8.2017

Nach dem Lahnsattel viel zu kurz durch einen Urwaldrest bevor es über endlose Forststraßen in Richtung Gscheidl geht. Eventuell ists unten am Bach schöner, die Kilometer müssen aber trotzdem gemacht werden. Noch vor der Wiese beim Gscheidl kann man rechts in den Grossen Hubmertunnel reinschauen, 750m lang soll er sein, durchqueren kann und darf man ihn aber nicht mehr. Viel Infos über dieses Gebiet findet man in diesem Gipfeltreffen-Eintrag.
Im Sattel an vielen Wallfahrerkreuzen vorbei und nach Norden auf eine zunächst sehr gute Wegspur. Nach einem Hochsitz ist der Steig ziemlich überwachsen, die Trasse ist aber immer relativ problemlos. Mit vielen bequemen Kehren gehts bergwärts bis man auf etwa 1350m eine neue Forststraße quert. Ab hier ist der Steig wieder sehr deutlich und führt bis zur neuen Hütte am Ochsenboden. Abstieg vom Gippel über den teilweise versicherten Bergrettungsteig (A/B). Eine Einkehr in der Kohlröslhütte ging sich aufgrund eines herannahenden Gewitters leider nicht mehr aus.

Zerbenriegelsteig (I-II) – Wildes Gamseck (II), 28.7.2017

Vom Parkplatz Nasswald haben mich Eierschwammerl auf den Steig Richtung Jagdhütte Nasswald gelockt, also Zeitverlust gleich am Anfang. Dann kurzer am feuchten Nassriegel bevor ich auf den Jägersteig abzweigte der den Naßkamm auf halber Höhe quert. Eine schlechte Idee im Sommer: Gatschige Grabenquerungen und dichtes Him- und Brombeergestrüpp in den Schlägen. Der Steig ist weiters an einigen Stellen abgerutscht was mit meiner damals schlechten Sprunggelenksstabilität sehr unangenehm war. Irgendwann dann endlich an der Forststraße im Talschluss angelangt der ich dann an ihr Ende gefolgt bin. Überraschenderweise waren weder Steinmänner noch Wegspuren zu erkennen, allzuviele Begehungen haben die Steige in diesem Kessel wohl nicht. Nachdem es aber kaum Möglichkeiten gibt sich zu verlaufen (links ist die Wand, rechts ein tief eingeschnittenes Geröllbett) war der Einstieg vom Zerbenriegelsteig schnell erreicht. 
Nach einen ersten Aufschwung durch brüchigen und felsdurchsetzten Steilwald stand ich an der Scharte oberhalb der Schlucht. Bei den roten Punkten wars mir zu grasig, ich bin stattdessen 20m weiter unten abgeklettert – steiler aber dafür mit guten Griffen und Tritten. Auf der anderen Seite darf man wieder aus der Schlucht herausklettern, hier gibts auch den besten Fels der Tour. Im folgenden steilen Wäldchen machen sich die Markierungspunkte wieder rar, ich bin schräg links hochgestiegen bis ich unterhalb einer plattigen Schlucht stand, an deren Kante ich aufstieg bis ich wieder auf die Markierungspunkte stieß. Ab hier gibts keine Orientierungsprobleme mehr – immer den Weg des geringsten Widerstandes nach oben folgen. Landschaftlich hat die Tour einiges zu bieten, zu Klettern ist aber kaum mehr was. 
Nachdem die bisherige Tour eher von der mühsamen Sorte war gings über die Genußkletterei des Wilden Gamsecks runter – fester und gut abgekletterter Fels und tolle Aussicht.