Canyoning Arzinotal

Überraschend gut funktionierende Kombination vom unteren La Foce, den Arzino-Klammen und dem Rio Pielungo (aka. Rio Carlo Gasparini).
Einstieg bei der mittleren Straßenbrücke über den La Foca und über einen guten Steig zu der Wasserhöhle Risorgivia dell’ acqua negra (von Höhlentauchern bereits auf mehr als 1km Länge erforscht). Der obere Teil vom Torrente La Foca war heute trocken, aus der Höhle kam aber ein kräftiger, eiskalter Bach. Durch die herrliche Klamm (wahrscheinlich das engste was das Friaul zu bieten hat) bis zum gut besuchten Badeplatz und weiter im Arzino durch die kurze Klamm unter der Straßenbrücke. Nach zwei kleinen und problemlosen Stufen ist das Wasser ruhig und man kan sich durch eine herrliche, breite Felsklamm treiben lassen. Nach der Klamm links zur Straße aufsteigen und etwa 1.2km flussaufwärts bis zur Brücke über den Rio Pielungo aufsteigen. Am Weg sollte man unbedingt im Bereich einer kleinen Betonbrüstung einen Blick in die Klamm unterhalb werfen – hier kann man die potentiell problematische Siphonstufe sehen. Der Rio Pielungo war heute nicht in Bestform – wenig, dafür aber trübes Wasser von einer komerziellen Gruppe die vor uns durch die Klamm geklettert ist. Die Arzinoklammen waren dagegen wieder herrlich – warmes, glasklares Wasser und die Siphonstufe konnte mittels eines kurzen Abseilers von einen Klemmblock ohne gröbere Probleme überwunden werden (Schlaghaken wäre auch vorhanden)

Mit dabei waren Niki und Gerhard. Mehr Infos gibts auf canyon.carto.net: Torrente La Foce, Rio Pielungo

Canyoning Rio Simon

Rio Simon, diesmal mit Start oberhalb von Roveredo bei einer Infotafel. Der hier beginnende Steig führt mit durchwegs angenehmer Steigung in Richtung Schlucht und ist weniger anstrengend als die Zustiege aus dem Ort bzw. vom Friedhof. Beim Einstieg dann 45min auf die Sonne gewartet um gutes Licht in der Engklamm zu haben. Kiesmäßig schaut es aktuell gut aus – fast alle Sprünge gehen.
Mit dabei waren Niki und Gerhard. Mehr Infos gibts auf canyon.carto.net

Kulm – Kl. Grimming/Steinfeldspitze – Zwölfer – Zehner – Kulm

Lange Runde auf der Westseite des Grimmings. Bis auf die Zwölferüberschreitung unschwierig. Beim Zwölfer sehr steiles und ausgesetztes Grasgelände bis II, allerdings mehr gefährlich als schwierig. Im Bereich Krautschwallereck – Zehner – Kungler Alm – Blutsteinkogel – Ösling sehr schöne Jagdsteige wenn man sie denn findet.

Matkov Skaf – Mrzla Gora – Sanntaler Sattel – Vellacher Kotschna

Wieder eine Tour für die man zwei Autos braucht.
Start im slowenischen Matkov kot, dann Anstieg Richtung Skaf. Matkov Skaf ist ein Schneeschacht der jedes Jahr durch einen Wasserfall in ein tiefes Schneefeld entsteht. Dann über einen alpin-herben und abschnittsweise gesicherten Steig (B, I-II) auf den Gipfel des Mrzla Gora. Abstieg über den sehr lohnenden markierten Steig ins Mrzli Dol. Wenige Drahtseile und Stifte und viel Kletterei bis II.  Aufstieg zum Sanntaler Sattel, die Biwakschachtel auf Slowenischer Seite gibts leider nicht mehr. Also Abstieg im Gewitter bis zur kleinen und baufälligen Ofner Hütte wo wir das Gewitter abgewartet haben.
Der weitere Abstieg in die Vellacher Kotschna war dann kein Problem mehr.

Mit dabei war Tom.

Grotte de Gournier

Nach einer 5h Fahrt durch die Provence in Vercors angekommen gabs im schönen Örtchen Pont-En-Royans eine Bierpause bevor es weiter zu unseren Nachtquartier im Bereich der Höhlen von Choranche ging. Schön renovierte alte Bauernhäuser mit direkten Blick auf einen hohen Wasserfall und steile Felswände von denen sich in der Früh die Basejumper stürzen.  Ein orginelles Outdoor-Cafe ist auch angeschlossen in dem wir den Abend verbracht haben.

Die Wasserhöhle selbst war ein reiner Genuss – Einstieg über einen geräumigen Trockenteil mit schönen Tropfsteinen und Sinterbecken, dann durch ein Loch im Boden zum Höhlenbach den wir 2h bergauf bis zum Salle des Chevalier verfolgten. Blaues Wasser, Fliessfacetten, Austern und Seeigel in den Wänden und viele Kletteraufstiege machen diesen Abschnitt zu einem echten Genuss. Irgendwann muss ich wiederkommen und den Rest der Höhle machen – die geht nämlich noch lange weiter.

Canyoning Morghe

Seitenbach zur Maglia. Unmittelbar nach dem Einstieg unter der Straßenbrücke gehts sehr steil und mit immer höher werdenden Abseilern in die Maglia die man oberhalb der Grotte trifft.
Ich bin nach der Grotte über den beschilderten Notausstieg das Auto geholt während Dani und Sarah noch den Rest der Maglia gegangen sind (diesmal mit viel Begleitung)

Mehr Infos gibts auf canyon.carto.net

Canyoning Carleva

Diese Tour haben wir lang vor uns hergeschoben da laut Bina&Patrick der Zustieg sehr lang und steil sein sollte. Lang war er auch, steil glücklicherweise nur ganz kurz. Mindestens 2h gehts hoch über der Schlucht auf guten und aussichtsreichen Steig in den Talgrund hinein wo man noch etwa 10min neben den Bach abklettert bis sich die Schlucht verengt.
Die Tour selbst ist auch sehr lang – schöne Becken und Einzelpassagen wechseln mit langen Wander- und freundlichen Abkletterpassagen ab. 
Ganz am Ende verengt sich die Schlucht noch mal und gräbt sich durch eine Kalktuffbank ähnlich der nahen Maglia.
Ach ja, meinen ersten französischen Cache durfte ich am Zustieg finden.
Mit dabei waren Dani und Sahra. Mehr Infos gibts unter canyon.carto.net

Schlechtwettercanyoning & Handyrettung

Eigentlich hat Kachelmannwetter jeden Tag für unsere Gegend Gewitter und Regenschauer angesagt – heute hatte er wirklich mal Recht: Gewitter und Starkregen bis 14:00. Nachdem wir aber einen Sim-Kartenadapter für Dani’s Telefon brauchten und der nächste Handyshop im italienischen Aquadolce lag haben wir uns entschlossen über die Grenze zu fahren und eventuell den Rio Barbaria zu probieren. 

Nach einer kurvenreichen Fahrt über niedrige aber steile Pässe sind endlich in Rochetta Nervina angekommen (50min für 9km Luftlinie)  stehen wir im Sonnenschein zunächst mal vor einer ganzen Reihe von Verbotstafeln. Die Barbaria war lange Zeit eine der beliebtesten Touren im Gebiet mit dementsprechend vielen kommerziellen Touren. Irgendwann ist die Gemeinde dann dazu übergegangen 4 EUR Eintritt pro Person zu verlangen. 2014 ist aber ein Felssturz im oberen Teil der Schlucht abgegangen, der den Zustiegssteig und eine Kurve im obersten Teil der Schlucht verschüttet hat. Nachdem eine 100% sichere Begehung nicht mehr garantiert werden kann und Absicherungsmaßnahmen wohl zu teuer sind, wurde die Begehung offiziell verboten.
… wir sind dann trotzdem rein.

Nach einer herrlichen Tour gibts zum Handyladen nach Dolceaqua was sich als absolutes Juwel herausgestellt hat. Die gesamte Altstadt unter der Burg ist ein einziges Bauwerk, durchzogen von schmalen Sträßchen und Tunnels. Absolut sehenswert.

Mit dabei waren Dani und Sarah. Mehr Infos gibts unter canyon.carto.net

Canyoning Riolan

Nach einer langen Fahrt (2:30h für 50km Luftlinie) sind wir endlich an der Ausstiegsbrücke über den Riolan angekommen. Viel Wasser im Bach, nach etwas Diskussion beschließen wir einzusteigen.
Die Schlucht ist gut genug eingerichtet um auch bei hohen Wasserstand sicher begangen werden zu können. Wir sind die Tour aber auch sehr defensiv angegangen: nix springen, nix rutschen und viele Querungen. War trotzdem schön obwohl ich wohl wieder kommen muss um auch den Salto del Mort (kleinräumig umklettert) und den Tobogan den Mort (grossräumig umgangen) zu machen. Nach der Tour meinen ersten DNF in Frankreich gemacht. 

Mit dabei waren Dani und Sarah. Mehr Infos gibts auf canyon.carto.net

2018.06.26 Maglia

Herrliche und sehr beliebte Tour. Wir sind sie 1.5x gegangen, einmal völlig allein am Dienstag, dann am Samstag nochmal mit vielen (30-40) kommerziellen Canyonauten mit Einstieg über Morghe.
Also besser unter der Woche und vor 9:00 am Parkplatz eintreffen.
Die Fahrt zum Parkplatz ist selbst schon ein kleines Abenteuer – meist nur einspurig gehts hoch über der Klamm dahin. Die Tour ist perfekt eingebohrt (Stahlbügel) hat viele Sprünge und eine absolut herrliche 12m Rutsche. Falls man nur ein Auto zur Verfügung hat kann man über einen sehr schönen Steig zurück zum Einstieg wandern.

Mit dabei waren Dani und Sarah.
Mehr Infos gibts auf canyon.carto.net