Canyoning Torrente Cosa, 28.4.2018

Heute stand endlich wieder der Torrente Cosa am Programm. Der obere Teil der Tour im Bereich der touristisch erschlossenen Grotta Verde di Pradis gehört zu den schönsten Klammabschnitten Friauls. Glatter Fels, schöne Becken, mehrere Felstore und zwei ‘falsche’ und ein echter Siphon prägen diesen Abschnitt. Leider ist der untere Teil der Schlucht weniger attraktiv und man muss am Ende gut 45min durchs Bachbett zum Stausee wandern wo man dann noch über einen Bergrücken zum unteren Parkplatz aufsteigen muss. 

Heute haben wir rote Farbtupfen im Bereich des alten Marmor-Steinbruches entdeckt und sind ihnen über einen schönen, teilweise gesichterten Steig retour zum oberen Parkplatz gefolgt. Jetzt braucht man nur mehr ein Auto für die Tour und kommt am Rückweg sogar an einer Jausenstation inkl. Bier vorbei – damit ist diese Schlucht deutlich attraktiver geworden. Man versäumt allerdings ein paar schöne Sprünge und eine ganz eigenartige Höhle die auf Bachniveau in der Klamm beginnt und dann steil aber wasserlos nach unten führt, also sollte man die Tour zumindest 1x komplett gehen.

Beschreibung gibts auf canyon.carto.net. Der Steig über den der Rückweg verläuft ist auf sentierinatura.it beschrieben und würde sich auch als eigenständige Tour lohnen. Leider hat meine Sony RX100 III die Tour nicht überlebt – ich habe die wasserfeste Tonne nicht ausreichend geschlossen und damit die Kamera geflutet. Mit dabei war Tom.

Canyoning Rio Costastretta, 22.4.2018

Nachdem das eigentliche Ziel, der Rio Tralba, deutlich zu viel Schmelzwasser führte, sind wir zu diesen Bach gewechselt. Wie seine zwei Brüder Rio Rivis und Rio Repepeit ist auch der Rio Costastretta eine steile Felsrinne ohne nennenswerte Gehstrecken. Rauf gings über einen alten aber guten Steig, der erst ab der Querung ins Tal undeutlich wird. Am Rand der Schlucht angekommen sind wir fälschlicherweise unterhalb eines 30m Wasserfalls eingestiegen. Der korrekte Einstieg liegt ein Stück höher im Talgrund. 
Zunächst gibts mehrere Wasserfälle in einer schnurgeraden Klamm, danach wirds kurz offener bevor noch ein 30m Wasserfall in einem engen Spalt folgt. Wie (fast) immer im Friaul gibts glasklares Wasser und weissen Fels.

Mit dabei war David. Eine Beschreibung gibts auf canyon.carto.net.

Chiout Cali – Via Alta Raccolana – Rio Sbrici, 21.4.2018

Vor den Waldbrand 2013 war das eine sehr lohnende Runde mit schön angelegten Wander- und Jagdsteigen durch steile Wände und tiefe Schluchten. Aktuell schauts folgendermaßen aus:

CAI 641 ab Chiout Cali – bis etwa 150hm nach dem Rio Pliz gut gangbar, dann viele querliegende Baumleichen und kaum sichtbare Wegtrasse. Der CAI 621 ist einigermaßen OK, einige umgefallene Bäume und viel Kies am Weg. Die Trasse vom Steig ins Tal des Rio Sbrici ist noch gut erkennbar, wenn man den Rio della Scala das erste Mal erreicht kommt man aber in eine Zone mit vielen nachwachsender Vegetation. Aktuell kommt man noch durch, in den kommenden Jahren wirds aber schnell mühsam werden. Das gleiche gilt für den Steig vom Rio Sbrici retour nach Chiout Cali. Je tiefer man absteigt desto dichter wird die neue Vegetation. 
Die Runde ist immer noch lohnend allerdings sollte man unbedingt eine Gartenschere oder -säge mitnehmen. 

Reichenau – Bärenpfad – Feichtaberg – Mittagstein

Von Reichenau über einen Abkürzer zum Kaisersteig und weiter aufsteigen bis zu einer querführenden Forststraße. Auf dieser kurz nach links wo in einer Rechtskurve zwei Forststraßen  abzweigen, der linken steil bis zu einem Hochsitz folgen, dann noch steiler über eine Wiese bis zu einer oberhalb sperrenden Felswand, kurz nach links durchs Gebüsch bis man vor den ersten roten Punkte vom Bärenpfad steht. Ab hier immer den spärlichen gesetzten roten Punkten steil aufwärts folgen. Die Wegtrasse ist wenig bis nicht ausgeprägt und querführende Gamsfährten leiten ins felsige Nirgendwo. Der Steig orientiert sich grob an den NNW Rücken und hat auch ein paar felsige Abschnitte zu bieten. Auf etwa 1100hm wird ein sperrender Felsriegel in einem weiten rechtsbogen umgangen, hier machen sich sowohl Steigspuren als auch rote Punkte extra rar.
Auf der Hochfläche wird der Steig dann schnell deutlicher und führt durch schönen, lichten Wald zum Feichtaberg (schön gesprochen Feuchterberg) und bald danach zum Steig Richtung Mittagsstein. 
Runter gings über den Steig Richtung Hirschwang und ab 800m über den querführenden und überraschend schönen Jägersteig Richtung Osten.
 
 

Canyoning Rio Pliz Inf. 2.4.2018

Kurze, steile und sehr sonnige Tour im Raccolanatal. 2013 wütete ein gewaltiger Waldbrand in den Hängen zwischen Patocco und der Montasio-Alm, die nachwachsende Vegetation macht den Zustiegssteig etwas mühsam.  
Abseiler bis 70m. Ein Topo gibts auf canyon.carto.net

Mit dabei waren Tom, David und Bob.