Gippelrunde, 31.8.2017

Nach dem Lahnsattel viel zu kurz durch einen Urwaldrest bevor es über endlose Forststraßen in Richtung Gscheidl geht. Eventuell ists unten am Bach schöner, die Kilometer müssen aber trotzdem gemacht werden. Noch vor der Wiese beim Gscheidl kann man rechts in den Grossen Hubmertunnel reinschauen, 750m lang soll er sein, durchqueren kann und darf man ihn aber nicht mehr. Viel Infos über dieses Gebiet findet man in diesem Gipfeltreffen-Eintrag.
Im Sattel an vielen Wallfahrerkreuzen vorbei und nach Norden auf eine zunächst sehr gute Wegspur. Nach einem Hochsitz ist der Steig ziemlich überwachsen, die Trasse ist aber immer relativ problemlos. Mit vielen bequemen Kehren gehts bergwärts bis man auf etwa 1350m eine neue Forststraße quert. Ab hier ist der Steig wieder sehr deutlich und führt bis zur neuen Hütte am Ochsenboden. Abstieg vom Gippel über den teilweise versicherten Bergrettungsteig (A/B). Eine Einkehr in der Kohlröslhütte ging sich aufgrund eines herannahenden Gewitters leider nicht mehr aus.

Canyoning Arzino 0, 27.8.2017

Geburtstagstour mit David. Die oberste Klamm des Arzino wurde 2015 von Hannes Holzer erstbegangen und ist eine absolut lohnende, wasserreiche Tour mit traumhafter Wasserfarbe und herrlichen Felsskulpturen. Video von Tom und den Canyonmonkeys

Eine Beschreibung gibts auf canyon.carto.net

Rosskofel – Via Fausto Schiavi (II), 26.8.2017

Viel zu spät losgefahren und erst um 14:00 am Nassfeld angekommen. Der Einstieg der Via Fausto Schiavi im Kessel oberhalb der Winkel-Alm war schnell gefunden und anfangs geht es auf sehr schönen, wasserzerfressenen Fels aufwärts. Weiter oben war dann der Fels sehr feucht was die Schüsselstelle ziemlich anspruchsvoll gemacht hat – stürzen sollte man dort nicht. Einmal aus der Schlucht heraus enden die Kletterpassagen und es geht über Grasmatten in eine Geröllschlucht hinein. Die letzten 100hm dieser Schlucht sind unangenehm und mühsam, es schaut aber so aus als ob am Beginn der Schlucht über guten Fels nach links in Richtung Creta di Pricot klettern könnte. Ist aber nichts was man allein machen sollte… Am Gipfel dann zwei Klettersteiggeher getroffen die wissen wollten wo denn der neue Klettersteig auf den Winkelturm losgeht. Die beiden waren dann nicht sehr erfreut als ich ihnen den richtigen Gipfel gezeigt habe. 
Runter gings über den Ostgrat der Creta di Pricot, ein spannender und vor allen sehr steiler Steig der ebenfalls Kletterpassagen bis II aufweist. Im Sattel dann noch einen Gecocache von Tom geloggt bevor es über den markierten Wanderweg retour zur Winkelalm ging.

 

Ferrata Giovanni Lipella, Tofana di Rozes, 17.8.2017

Auf der Rückfahrt aus dem Piemont am Picknickplatz unterm Tovanella übernachtet und tags darauf zum Rifugio Dibona gefahren. Ich konnte einen der letzten Parkplätze ergattern und mich in die Schlange der Ferrata-Aspiranten einreihen. Obwohl hunderte Leute unterwegs waren gabs kaum Steinschlag und überholen war auch oft möglich, da hab ich schon schlimmere KS-Staus erlebt. Bergeinsamkeit findet sich aber woanders… Der Klettersteig selbst war nicht überversichert und durchwegs angenehm zu gehen, landschaftlich ein absolutes Erlebnis. 

Auf den Gipfel hab ich verzichtet und bin direkt abgestiegen, knapp vorm Parkplatz konnte ich nicht widerstehen den Abstecher zum Sentiero Astaldi zu machen – auf dem geologisch hochinteressanten Steig war ich dann fast allein.

 

Canyoning Isorno, 16.8.2017

Kurze aber umso schönere Granitklamm. Wir haben am Klammausgang übernachtet (fernes Wetterleuchten inklusive) und sind am nächsten Morgen mit einem Auto nach Altoggio gefahren. Im Ort wurden wir dann gleich von mehreren Bewohnern auf den richtigen Weg hingewiesen, die Leute hier sind es offenbar schon gewohnt das Leute in Badesachen und großen Rucksäcken durch das Dorf irren. Hat man mal den Weg über die Felder gefunden ist es kein Problem mehr in die Schlucht zu finden. Im Bachbett angekommen haben wir erstmal eine halbe Stunde gewartet bis die Sonne in die Klamm scheint. Hat sich ausgezahlt, die Stimmung im Engteil war unbeschreiblich. 

Sehr hohe Sprünge möglich. Mit dabei waren Grega und David. Eine Beschreibung der Schlucht findet man auf canyon.carto.net.

Canyoning Modelli 2, 15.8.2017

Nach einer Übernachtung am Picknickplatz bei Ceppo Morelli (zusammen mit einer spanischen Canyoninggruppe), gings Tags darauf in Richtung Mondelli. Bevor man die Tour angeht muss man ein Seil von der Straßenbrücke am Ausstieg fixieren um nach der Tour wieder aussteigen zu können – ist man mal in der Anza angekommen ists zu spät (außer man will eine A8-Schlucht begehen).

Nachdem mich meine Gallensteine in der Nacht geplagt haben war für mich klar das ich nur den etwas einfacheren Mondelli 2 gehen werden und nur David und Grega Mondelli 3 machen werden.

Die Schlucht ist offen aber trotzdem immer leicht eingeschnitten und besteht aus turbulenten Becken mit vielen Quergängen um die nächsten Abseilstellen zu erreichen. Hat man sich mal dran gewöhnt macht es absolut Spass. An der Wanderweg-Brücke angekommen habe ich mich von den beiden verabschiedet und habe einen Weg um den unteren Klammabschnitt gesucht um zumindest ein paar Photos der Schlucht zu machen. Tatsächlich eine gute Steigspur gefunden die mich an den Fuß der Klamm geführt hat wo aktuell ein Kleinkraftwerk mit Wasserableitung gebaut wird. Eine ziemliche Enttäuschung für David der sich hier ein A6-Abenteuer erhofft hat…  

Canyoning Bianca, 14.8.2017

Einstieg zwischen Fliederbüschen, dann Rutschen und Sprünge in immer größere Becken und ein Grande Finale mit exponierten Abseilpunkten.

Kurz ist er halt…

Beschreibung auf canyon.carto.net.

Canyoning Rasiga Inf. 14.8.2017

Während der langen Anfahrt über Locarno und Intragna hat David gelernt warum man Datenempfang am Handy ausschaltet sobald man auch nur in die Nähe der Schweiz kommt – kurz mal Navi eingeschalten und schon waren 60 € weg. Übernachtet haben wir in einem gemütlichen Platzerl nahe Bognanco, ohne es zu wissen gleich neben einer Canyoningtour. 
Der nächste Tag begann düster und bewölkt. Nachdem aber kein Regen prognostiziert war sind wir in den unteren Teil der Rasiga eingestiegen. Nach einem längeren Abstieg auf Forstwegen kommt man zu einem Kraftwerksgebäude. Klettert man um dieses herum kann man auf eine Rohrleitung klettern der man über zwei Tunnels in die Schlucht folgt wo man bei einer Wasserableitung einsteigen kann.
Die Schlucht selbst war eine leichte Enttäuschung – rutschiger Fels, wenig Wasser und leider auch nur sehr diffuses Licht. Sprung- oder Rutschmöglichkeiten gabs auch nur wenige. Vom Charakter her wie eine ruppige Version diverser Tessin-Schluchten. Angeblich ist der obere Teil aber lustiger, ich muss also wieder kommen. Eine Beschreibung gibts auf canyon.carto.net.

An der unteren Brücke angekommen gabs eine längere Diskussion was wir mit dem Rest des Tages machen sollen – den untersten Teil mit einem 70m Wasserfall gehen? Die untere Variola machen? Oder was ganz anderes? Wir haben uns für Option 3 entschieden und sind ins Anza-Tal gewechselt wo wir knapp vor Einbruch der Dunkelheit noch die Bianca gemacht haben.

Canyoning Lirone, 13.8.2017

Herrliche, extravagante Schlucht im Schichtkalk die in den Lugano-See mündet. Auch bekannt als Orrido di Osteno. Seitdem ich sie in einem Video von Wolfgang Streicher gesehen habe wollte ich sie unbedingt gehen. Einziger Wermutstropfen: die Schlucht mündet in ihren untersten Drittel in den Torrente Telo, einem Bach welcher manchmal extrem verschmutztes Wasser mit sich bringt. Also am besten nach kräftigen Regenfällen gehen.  Am Abreisetag des Internationalen Canyoning-Treffens hatten mehrere andere Gruppen ebenfalls die Idee, diese Schlucht zu gehen. 

Beschreibung gibts auf canyon.carto.net.

Canyoning Cormor, 12.8.2017

Bei meinen letzten beiden Besuchen war es nicht möglich den Cormor zu machen, einmal hat das Wetter nicht mitgespielt und beim anderen Mal war der Wasserstand zu hoch. Diesmal hats endlich geklappt. In Begleitung der Canyonmonkeys und Andrej Hlis gings durch diese einmalige Serpentin Schlucht. Die Schlucht ist zum Großteil komplett von gewaltigen Felsblöcken überlagert und fühlt sich absolut wie eine Wasserhöhle an. Einige kurze Schlufpassagen gibts auch und die Orientierung ist im dreidimensionalen Blockchaos nicht ganz problemlos. Leider gab der Akku meiner Kamera am Beginn des zweiten Abschnitts den Geist auf, ich muss also irgendwann wieder kommen um den Rest auch noch zu dokumentieren. Eine Beschreibung gibts auf canyon.carto.net.